wiki:fremdes
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| wiki:fremdes [2018/06/13 05:48] – angelegt Norbert Lüdtke | wiki:fremdes [2025/06/25 07:16] (aktuell) – ↷ Links angepasst weil Seiten im Wiki verschoben wurden 217.113.194.39 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| ====== Fremdes ====== | ====== Fremdes ====== | ||
| - | siehe *[[wiki:staunen_fremdheit_neues_neugier|Abfahren: Die Fremdheit des Reisens]] | + | → [[wiki: |
| + | |||
| + | »Der Kranke, der monatelang von zuhause weg ist, | ||
| + | kommt zurück als einer, dem alles fremd geworden ist.« | ||
| + | Thomas Bernhard (1931 - 1989), Wittgensteins Neffe (1982) | ||
| + | |||
| + | Die häufigsten Streitigkeiten in Deutschland sind solche zwischen Nachbarn; »gutnachbarschaftliche« Beziehungen werden meist besonders betont. Die Grenze zum Fremden bilden der Gartenzaun oder gar eine undurchsichtige Hecke. »Nachbarschaft« entstand im [[wiki: | ||
| + | |||
| + | Frank Meier | ||
| + | Gefürchtet und bestaunt. Vom Umgang mit dem Fremden im Mittelalter | ||
| + | Thorbecke Ostfildern 2007 | ||
| + | Pappband 13x21,5 cm: 176 Seiten, 16 Farbtafeln, Literaturverzeichnis | ||
| + | Das Fremde entsteht zwischen dem Eigenen und dem Anderen (siehe Der Trotter 130 und 131). Während die heutige Zeit bemüht ist, die Grenzen dazwischen zu verwischen und das Fremde daher nicht zulassen mag, wurde im [[wiki: | ||
| + | Die Farbtafeln zeigen eindrucksvolle Beispiele, welches Bild sich die abendländisch-christliche Gesellschaft vom Fremden machte und grausige Beispiele, wie sie damit umging. Derjenige, der sich in die Welt des Anderen wagte: über den Zaun kletterte und in die Wildnis ging, war der fremde Eigene, spätere Generationen nannten ihn Abenteurer. Der Abenteurer wurde vom Ritter des Frühmittelalters zum merchant adventurer zum Entdecker, Erforscher und Reisenden. Auch das ein spannender Ansatz.\\ | ||
| + | Zu allen Facetten des Fremden bietet das Buch eine Vielzahl von Zitaten aus zeitgenössischer Literatur. Das zeugt von gewaltigem Sammelfleiß. In der Einleitung dankt der Autor der Lektorin des Verlags, die das Manuskript erst habe lesbar werden lassen. Lesbar ist es, gewiss, sogar sehr gut, aber das Gerüst von rund 50% Zitaten läßt wenig Raum für weitere Inhalte. Das Buch will gefallen, den Leser faszinieren und nicht anstrengen und so tänzeln die Gedanken oberflächlich um ein Zitat und trippeln dann schnell weiter zum nächsten, ohne nach Tiefe zu suchen. Die Fülle der überaus interessanten Beispiele wird aber nur kurz gedeutet und kaum in einen größeren Zusammenhang gestellt, bleibt beschreibend. Eine Analyse deutet sich lediglich im Vorwort an und im Ausklang und zeigt, daß der Autor durchaus mehr zu sagen hätte. | ||
| + | |||
| + | Amartya Sen | ||
| + | Die Identitätsfalle | ||
| + | Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt | ||
| + | C.H. Beck München 2007 | ||
| + | Deutsch von Friedrich Griese (Identity and Violence. The Illusion of Destiny) | ||
| + | 14x21,5 cm: 208 Seiten, Anmerkungen, | ||
| + | Sens These klingt plausibel: Es gibt ein menschliches Bedürfnis, zugehörig zu sein, also verstanden und aufgenommen von einer Gruppe, identisch mit einem Ideal. Die »globalisierenden Einflüsse« dagegen zerstreuen, relativieren, | ||
| + | |||
| + | Ilja Trojanow, Ranjit Hoskoté | ||
| + | Kampfabsage | ||
| + | Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen | ||
| + | Aus dem Englischen von Heike Schlatterer | ||
| + | 1. Auflage, Blessing München 2007 | ||
| + | Einband mit Schutzumschlag. 13,5 x 21 cm | ||
| + | 238 Seiten, Anmerkungen, | ||
| + | Der fromme, im Untertitel formulierte, | ||
| + | |||
| + | ===== Verweise ===== | ||
| + | |||
| + | → [[wiki: | ||
| + | → [[wiki: | ||
| + | → [[wiki: | ||
| + | → [[wiki: | ||
| + | → [[wiki: | ||
wiki/fremdes.1528868887.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
