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Wellen
Eine Welle ist ein Machinenelement, das fest gelagert ist und Drehbewegungen und Drehmomente an mindestens zwei Punkten überträgt. Die Welle kann Teil einer Achse sein und wie etwa die Achswelle in einem Achsrohr befestigt sein. Die Achse überträgt jedoch keine Drehmomente.
Hauptfunktion
Die Wellen im Antriebsstrang eines Fahrzeugs übertragen zwar Drehmoment und Drehbewegung wie alle Wellen, jedoch unter der besonderen Bedingung, dass die Kraftübertragung nicht fluchtend ist, sondern radial, axial und über Winkelstücke verteilt wird bei gleichzeitigen Längenänderungen, etwa bei:
- engen Kurvenfahrten
- Stößen
- Achsversatz beim Einfedern
Komponenten
Je nach Position im Antriebsstrang spricht man von Motorwelle, Kupplungswelle, Vorgelegewelle, Hauptwelle, Achswelle.
Verbindungsstücke können sein: Kreuzgelenke an der Kardanwelle Schiebestücke mit Längenausgleich längs eines Nutprofils Homokinetische Kugelgelenke Verschiebegelenke mit geringem Winkelausgleich
durch möglichst gleichförmig, ) mit Relativbewegungen (Radial-, Axial-, Winkelversatz) z „Kardanwelle“: – verbindet Getriebe (vorn) und Ausgleichsgetriebe (hinten) bei „Standardantrieb“ – Relativbewegungen (Versätze) eher klein (von Hinterachskonstruktion abhängig!) – Standardlösung: Welle mit zwei Kreuzgelenken („Kardangelenken“), Längenausgleich mittels Vielnutprofil („Schiebestück“) – keine gleichförmige Bewegungsübertragung, jedoch tolerabel für kleine Radial-/Winkelversätze z „Achswellen“: – verbinden Ausgleichsgetriebe und Räder – große Versätze, bei Vorderradantrieb extrem (Federn + Lenken!) – Heute Gleichlaufgelenke („homokinetische Gelenke“) unabdingbar – Längenausgleich häufig in Gelenke integriert
Anwendungen/Ausführungen
- Hohlwelle, z.B. die Kardanwelle im Fahrzeug
- biegsame Welle, z.B. im Tachometer
- Kurbelwelle, z.B. im Kolbenmotor
- Gelenkwelle, z.B. die Kardanwelle im Fahrzeug
