Ursprünglich bezeichnete Peregrinus im Lateinischen den Feind und die rechtliche Beziehung zu ihm. Diese Bedeutung schwächte sich schon in der Antike ab, so dass peregrinus die nach Rom reisenden Fremden bezeichnete, behielt aber die Nebenbedeutung `feindlich´: `Reisender Fremdling´ peregrinus, hospes, exterus.
Ähnlich ambivalent bezeichnete das griechische `hostis´ sowohl den Gast als auch den Feind.
Neutraler war der Begriff advena `Ankömmling´.
Erst im Hochmittelalter wurde der Begriff auf Pilger verengt, denn die Antike kennt keinen speziellen Pilgerbegriff. Mit dieser neuen Vorstellung unterschied sich der Pilger vom Fremden, denn der Pilger war kein Ankömmling, sondern ein Gehender - niemand, der blieb 1).
Kortüm, Hans-Henning Advena sum apud te et peregrinus. Fremdheit als Strukturelement mittelalterlicher conditio humana.
S. 115-135 in: Bihrer, Andreas; Sven Limbeck; Paul G. Schmidt (Hg.): Exil, Fremdheit und Ausgrenzung im Mittelalter und früher Neuzeit. Würzburg 2000: Ergon
Heinz Löwe (Hrsg.) Die Iren und Europa im früheren Mittelalter, Stuttgart 1982, darin: Hermann Josef Vogt Zur Spiritualität des frühen irischen Mönchtums
(I, 26–51) Arnold Die irische Peregrinatio und ihre Auswirkungen auf dem Kontinent vor dem Jahre 800
(I, 52–79)
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