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Karawane
- Das persische Wort kārwān kennen wir als *Karawane; es bezeichnet eine Gruppe von Reisenden (musāfir), auch rāḥilat oder rāḥilah. Dass es im persischen Sprachraum entstand, ist kein Zufall, denn dort kreuzten sich einige Zweige der Seidenstraße und führten durch ausgedehnte Wüsten und unsichere Gebiete, die man am sichersten in der Gruppe bereiste, dabei standen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Fahrzeuge spielten dabei keine Rolle, für den Lastentransport nutzte man Kamele und Esel. Die Orientierung und die Organisation des Lastentransports machen die Führung einer Karawane zu einer lebenswichtigen und schwierigen Aufgabe.
- Deren Raststationen heißen Karawanserei oder musafir khana.
- Karawanenrouten wie beispielsweise die darb el arba'in
- Markenname für einen Wohnwagen von
Hans Berger, entwickelt 1937, verspottet als »rollende Sperrholzlaube«, aber ein 490 kg leichter Verkaufsschlager. 1938 fuhrenTheo Rockenfellerund seine FrauIlse Lundbergmit einem Ford-V-8-Kabriolet und dem Karawane-Anhänger von Berlin nach Libyen.
Literatur
Lovejoy, Paul E.
The workers of the caravans in the Central Sudan in the nineteenth century.
Tempo 10.20 (2006): 50-71.Spittler, G.
European explorers as caravan travellers in the West Sudan. In: Paideuma, 33 (1987) 391–406.Spittler, G.
Führer und Karawane in der Wüste. In: Oswald H. (Hg) Macht und Recht. 1990 VS Verlag für Sozialwissenschaften. OnlineWerner Gartung
Die Salzkarawane. Mit den Tuareg durch die Ténéré (=Reise Know-How), H. Hermann Markgröningen: 2000. 273 Seiten, 12 Farbtafeln, 57 SW-Fotos, 11 Textabb. Wanderungen, Radtouren, farbige Klappenkarten, Karten & Pläne, Glossar, Literatur, Sprache, Essen & Trinken, Register über: Orte, Sachbegriffe, Karten, Personen
1973 fuhrWerner GartungmitHelmut Hermannnach Afrika – auf dem Fahrrad! Helmut (dzg) erreichte Kapstadt und schrieb einen Reisebericht darüber, der Anfang der Siebziger Jahre viele Globetrotter nach Afrika trieb: Afrika-Tour.
Werner Gartung blieb im Kongo hängen und beschäftigt sich bis heute mit Afrika, er gründete die Initiative Tuareg e.V. 1985 zog er mit einer Kamelkarawane der Tuareg 500 Kilometer von Timia nach Bilma und schrieb ein Buch darüber: Durchgekommen.\\15 Jahre später zieht es ihn wieder dorthin, er begegnet d en Freunden von damals: dem KarawanenführerKhadaund dem ÜbersetzerArali. Mit ein Anlaß, den ersten Reisebericht neu herauszugeben, aber ergänzt um die Perspektive durch das Wiedersehen. Ein Wiedersehen gab es aber auch mit seinem damaligen Reisegefährten Helmut Hermann, der nun dieses Buch verlegt. Gartung schreibt im Vorwort: »Unsere Wege trennten sich schon in Afrika, aber für jeden von uns war es der Beginn eines neuen, recht unbürgerlichen Lebens.«
Ein umfangreicher Anhang mit Informationen zur Landeskunde, auch mit Literaturangaben – Reiseführer werden nicht empfohlen. Eine in jeder Hinsicht interessante Geschichte: lesenswert und sehenswert durch die schönen Fotos und den guten Druck.Baier, Stephen Brock
African merchants in the colonial period a history of commerce in Damagaram, Central Niger, 1880-1960.
VI, 303 S., Ann Arbor, Mich 1981: Univ. Microfilms Internat. Zugl.: Madison, Wis., Univ. Diss., 1974
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