Reisestile
»Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne, und ich drehe mich im Bett herum und denke : „Reisen ...“« »Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte« Kurt Tucholsky (1890-1935)
Im homo viator erscheint das Unterwegs-Sein als Grundeigenschaft des Menschen ungeachtet unterschiedlicher Konzepte des Unterwegs-Seins wie Gang, Fahrt, Reise, welche sich durch unterschiedliche Phasen im soziotechnischen Handlungssystem unterscheiden lassen.
Darüber hinaus differenziert sich das Unterwegs-Sein in zahlreichen Formen und Stilen, es ist technisch bedingt durch Tragetechniken und Transportmöglichkeiten, zeittypisch geformt (Reisegenerationen) und wird von Moden verstärkt. Für die einen ist es Freizeitgestaltung, für die anderen Ausdruck eines Lebensgefühls, die dritten machen es zum Beruf und wieder andere zum Lebensreisestil oder grenzen sich mit Balconing davon ab. Auch das Fahrende Volk umfasst zahlreiche Stile und Gruppen; manche Zuordnungen sind hier wie dort möglich.
Insofern ist oft nicht klar, inwieweit ein Begriff Ausdrucks eines selbstgewählten Reisestils ist oder eine gesellschaftlich geformte und manchmal literarisch überhöhte Figur den Reisenden bezeichnet, auf einer Bewertungsskala von diffamierend über neutral bis zu euphemistisch.
→ Liste von Reisestilen im Deutschen
→ Liste von Reisestilen im Englischen
→ Liste von Reisestilen im Französischen
→ Liste von Reisestilen im Russischen
→ Liste von Reisestilen in den semitischen Sprachen
→ Liste der Reisestile von Adel und Bürgertum
→ Liste der Weniger-Reisen-Reisestile
