Sesostris II. einen Kanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer anlegen. Damit waren von ägyptischen Häfen sowohl Asien als auch Europa erreichbar.Unterwegs im antiken Mediterraneum: Phönizier
Hanno »der Seefahrer« [vor 480–440 BC] umsegelte Afrika bis zum Golf von Guinea.Pharao Necho (610–595 BC) beauftragt Phönizier damit, Afrika zu umsegeln; nach Herodot (4,42) gelang dies auch um 613-610 BC. Die Formulierung, sie hätten auf ihrer Fahrt die Sonne zur Rechten gesehen, beweist, dass der Äquator in westlicher Richtung überquert wurde.Die griechisch-römische Antike am Indischen Ozean:
Die islamische Expansion ab dem 7./8. Jahrhundert nach Christus und die feindliche Begegnung beider Religionen führte dazu, dass europäische (christliche) Händler und Reisende schwierig bis gar nicht das nördliche Afrika, Vorderasien oder Zentralasien durchqueren konnten. Nach dem völligen Rückzug der Ritterorden aus dem Heiligen Land 1291 und mit der türkischen Expansion bis zur Eroberung von Byzanz 1453 schlossen sich mehr und mehr Wege im Raum des östlichen Mittelmeeres.
Aus arabischer Sicht öffneten sich Wege zum Atlantik. Berichte arabischer Seefahrer, die von der iberischen Halbinsel aufbrachen, finden sich bei Al-Masudi (10. Jh.) und Al-Idrisi (12. Jh.), Al-Bakri (11. Jh.) enthält geografisches Wissen darüber, → Zeitleiste arabischer Reisender
Die Zwischenhändler aus Venedig, Genua und anderen italienischen Seerepubliken bewahrten sich ihre Verbindungen nach Kairo, Istanbul und zur Levante aus byzantinischer Zeit. Dass dennoch alternative Seewege nach Indien im Blick waren, zeigen zwar die Fahrten der Vivaldi-Brüder 1291 und von Lancelotto Malocello 1339, → Synopse, jedoch blieben diese folgenlos.
Die iberischen Mächte (Portugal, Katalonien, Kastilien) schufen sich dagegen durch die Reconquista neue Möglichkeiten über den weithin unbekannten Atlantik. Dabei war Portugal durch seine Lage im Vorteil, auch weil die Straße von Gibraltar als schwierig galt. Die meist unbewohnten Inseln vor der afrikanischen Küste wurden zu sicheren Trittsteinen für Versorgung und Rückzug. Afrika hat jedoch weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Zwischen Annobon im im Golf von Guinea und dem Kap der guten Hoffnung gibt es keine geeigneten Inseln mehr, zudem sind die Küsten südlich von Angola als ungastlich so wie etwa die Skelettküste in Namibia. Für die Etappen entlang der Route siehe die Zeitleiste portugiesischer Fahrten.
Vasco da Gama und seine Vorgänger und über den Indik seit 1498 (Fernando de Diaz) auf der Carreira do India un: Der südliche Seeweg, über Inseln und entlang der afrikanischen Küste.Christoph Columbus und dessen Entdeckung der Karibik; praktisch verhinderte der neue Kontinent diese Route bis:Adolf Erik Nordenskiöld und nach erfolglosen Expeditionen im 15. und 16. Jahrhundert; Nordenskiöld.Ericsson, Christoffer H., Nils-Erik Raurala: Begleitband 287 S. Helsinki: Helsinki University Library.Nielsen, Jens Petter, Edwin Okhuizen Roald Amundsen.Die portugiesischen Fahrten entlang der afrikanischen Atlantikküste veränderten die Schiffsbauten. Die geruderten Galeonen des Mittelmeeres erwiesen sich als nachteilig; es entstanden sukzessive verschiedenen Arten von Karavellen mit ein, zwei und schließlich drei Masten sowie unterschiedlichen Betakelung.
Die Routenplanung wird daher wesentlich durch Kaps und Buchten, durch Inseln und Flussmündungen bestimmt worden, bevor man die jahreszeitlichen Systeme der vorherrschenden Windrichtungen und die hydrographischen Eigenschaften des Atlantik verstanden hatte.
Vier Dokumente enthalten Informationen über diese Fahrt.
Charles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)Jacopo (Giacomo) Doria (cronaca 1280-1294) enthalten die Information, dass Thedisius Aurie (=Tedisio Doria, =Thedisius de Auria) in eine Fahrt mit zwei Schiffen investiert, die geleitet von Ugolinus und Vadacius de Vivaldo „quod aliquis usque nunc minime attemptavit“ durch die Meeresenge von Gibraltar (Stretto di Gibilterra) segeln sollen: „per mare Oceanum ad partes Indiae, mercimonia utilia inde deferentes“.Belgrano, L.T.Fernanda Durão, FerreiraJill MooreRogers, Francis M.
Lanzarotto Malocello (=Lancelotto, = Lancellotto; lat. Lanzarotus Marocelus; franz. Lancelot Maloisel, port.Lançarote da Franca; * 1270 in Varazze/Ligurien–1336 Genua)
Angelino Dulcert (=Dalorto?) erwähnt die Insel Lanzarote nicht in seinem Portolan von 1325, wohl aber auf seiner Karte von 1339 und zeigt dort auch weitere zwei der kanarischen Inseln.Cave, ScottMonique PelletierUlbrich, Hans-JoachimLancelotto Malocello (wahrscheinlicher Namensgeber für die Insel Lanzarote), auf den Kanaren gewesen sein, auch als Händler, was wiederholten Schiffsverkehr unterstellt. Mit ihm lässt Ulbrich (S. 76–83) die konkrete Geschichtsschreibung über die Kanaren beginnen.Charles Verlinden
1341 schickte der portugiesische König Alfonso IV. Schiffe zur Erkundung, über die ein lateinischer Text von Giovanni Boccaccio in seiner Sammlung „De Canaria et insulis reliquis ultra Hispaniam in Oceano noviter arters“ um 1342 vorliegt, auf der Basis von Briefen, die Kaufleute aus Florenz in Sevilla geschrieben haben, welche sich wiederum auf Niccolò de Recco als Augenzeugen berufen, dessen Fahrt im Juli begann und viereinhalb Monate dauerte.
Darin heißt es, dass Niccolò (=Niccoloso) da Recco aus Genua und der Florentiner Angiolino del Tegghia de' Corbizzi an einer Erkundungsfahrt teilgenommen hätten, die von von Portugal veranlasst worden sei. In diesem Bericht von da Recco finden sich auch die ersten Belege für Begriffe der Guanchensprache. Die darin genannte Entfernung von 1300 Kilometern von Sevilla zu den Inseln ist präzise. Die Kaufleute interessieren sich für den roten Farbstoff der Drachenbäume und andere Handelswaren.
Charles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)Bruscoli, GuidiHerrera Piqué, AlfredoMassimo ScaligeroSchmitt, GiselaNiccoloso da Recco zu den Kanarischen Inseln (1341).=Francisco des Valers
Am 16. April 1342 ermächtigt Roger de Rovenach als Stellvertreter des mallorkinischen Königs Jaume III. den Mallorquiner Francesc Desvalers und dessen Geschäftspartner die „neuerdings entdeckten“ (noveylament trobades) Inseln für den König einzunehmen. Die Fahrt erfolgt mit den Koggen Santa Creu und Santa Magdalena. Bis Oktober kommt Desvalers wieder zurück, über die Ergebnisse ist nichts bekannt. Drei weitere Expeditionen waren in dieser Zeit von anderen Unternehmern geplant, jedoch ist darüber weiter nichts bekannt: Bernat Valls mit der Santa Barbara, Domingo Gual mit der Sant Joan sowie Guillem Pere (Ulbrich 87–92).
Colom, Francisco SevillanoPere Magre, Berthomeu Giges, Guillem Jaffe aus Sineu; mit elf Quellen ab 1342 im Anhang]
1344 übertrug der Papst Clemens VI. die Kanarischen Inseln dem französisch-spanischen Prinzen Louis de la Cerda, der 1348 starb und niemals auf den Kanarischen Inseln war. Der portugiesische König Alfons VI. protestierte und berief sich auf die Fahrt von 1341.
1346 Jaume Ferrer, geboren auf Mallorca, Nachkomme von Genuesen, segelt mit einem eigenen Schiff Richtung Westafrika. Über die Ergebnisse ist wenig bekannt:
Jaime Ferrer auf der Suche nach dem Goldfluss 1346 die Küste von Senegal erreichteCharles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)David AbulafiaGarcía, José BarriosJacques HeersAlberto QuartapelleClemens VI. verlieh La Fortuna 1344 an den Katalanen Luis de la Cerda; dieser war selbst nie auf den Inseln. Dem gegenüber behauptete Alfons IV. von Portugal, dass seine Seefahrer die Kanarischen Inseln als Erste entdeckt hätten. Der Autor zieht zur Beurteilung Dokumente aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heran. Außerdem verweist er auf drei neu aufgefundene Graffiti im Torre del Homenaje in Olivenza, Portugal, aus dem Jahr 1334. Buenaventura Bonnet ReverónJosé Juan Batista Rodríguez, Encarnación Tabares Plasencia, Marcos Sarmiento PérezAntonio Rumeu de ArmasAntonio Rumeu de ArmasAntonio Santana SantanaPlinius. Erwähnt werden dort: der Berg Theôn Ochema, das Kap Hesperu Ceras, die Inseln Cerne, Atlantis, die Gorgaden, Hesperiden und die „Glücklichen Inseln“. Siehe auch das Periplus des Pseudo-Skylax und von Hanno sowie die von Juba II. von Mauretanien ausgesandte Expedition zur Erforschung der „Glücklichen Inseln“.Ulbrich, Hans-JoachimObenaus, AndreasPoettering, JorunFerreira, Diogo, Paulo DiasFernández-Armesto, F.Russell, Peter EdwardJohn of Gaunt to Henry the Navigator.Morison, Samuel EliotCortesão, JaimeCortesão, Jaime Expansao portugueses a travers o pacifico.
Heinrich der Seefahrer (1394–1460) portugiesisch Dom Henrique de Avis, 'O Navegador' förderte die systematische Erforschung der afrikanischen Westküste; er selbst unternahm keine wesentlichen Reisen. Er war Prinz, doch wurde sein ältester Bruder König und nach dessen Tod der zweitälteste. Sein Neffe Alfons V. (1432−1481) trug den Beinamen 'der Afrikaner' (O Africano).
Inseln, zumal unbewohnte, wurden als Hafen, Stützpunkt, Umschlagplatz für Waren genutzt. Diese waren für Schiffe anderer Nationen gesperrt.
→ Zeitleiste auf dem Landweg nach Indien
Beazley, C. RaymondMajor, Richard HenryGarcía-Gallo y de Diego, AlfonsoRandles, W. G. L.
Die Franzosen Jean de Béthencourt (1362-1425) und Gadifer de la Salle (1355-1422) erobern 1402 die Kanaren für die kastilische Krone.
E. Aznar, D. Corbella, B. Pico, M. Privat, A. Tejera (Hg.)Capucine, HerbertGravier, GabrielJean de Bethencourt …, publiée d'après le manuscrit original avec introduction et note…Pierre MargryE. Serra Rafols, A. Cioranescu (Hg.): Le Canarien, crónicas francesas de la conquista de Canarias, publicadas a base de los manuscritosSchmeller, Johann AndreasAm 21. August 1415 wird das arabisch kontrollierte Ceuta gegenüber von Gibraltar vom portugiesischen König Joao, seinen drei Söhnen, darunter Heinrich, rund 20.000 Soldaten mit mehr als 200 Schiffen nach etwa sechsjähriger Vorbereitung erobert.
Anna Unali et al.Yavuz, AlperZurara, Gomes Eannes de (c.1410-1474); Charles Raymond Beazley (Hg.)
1418−20 wurde Madeira wieder entdeckt.
Bereits in der griechischen Antike mehrfach erwähnt; nach Diodor 1) haben die Phönizier Madeira im 6. Jahrhundert BC entdeckt. Die Insel Atlantis und die Purpurinseln bei Plinius dem dem Älteren 2) werden mit Madeira gedeutet. Erythia `Rotland´ und Paena bei Claudius Ptolemäus sind Madeira und Porto Santo, die kleinere Insel.
Im Libro del Conocimiento (1348-1349) heißen die Inseln Leiname, Diserta und Puerto Santo 3). 1351 werden auf der Medici-Karte Porto Séo, Deserta und Isola de Lolegname an deren Stelle gezeigt. Die zu Madeira gehörigen, kleinen und unbewohnten Inselchen Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens heißen auch heute noch so.
Italienisches legname bedeutet `Holz´ ebenso wie portugiesisches madeira.
Die ersten namentlich bekannten Entdecker/Navigatoren sind 1419 der portugiesische Seefahrer João Gonçalves Zarco, Tristão Vaz Teixeira und Bartolomeu Perestrelo, danach begann die Besiedlung Madeiras. Da die Insel zum afrikanischen Kontinent gehört, ist es die erste nachhaltige Siedlung europäischer Siedler außerhalb Europas.
1427 wurden die Azoren wieder entdeckt.
Gesichert ist, dass zwischen 700 und 850 n. Chr. Menschen auf den Azoren wohnten; DNA-Analysen verweisen auf die Herkunft aus Norwegen.
Die Fakten zu dem angeblichen Münzfund von 1749 und den angeblichen karthagischen Münzen aus dem 4./3. Jahrhundert BC hat Humboldt bereits ausführlich erörtert 4) - sie sind kaum aussagekräftig.
Die Azoren sind erstmals im Medici-Atlas von 1351 und im Atlas Catalan von 1375 als neun Inseln in drei Gruppen dargestellt worden. Von Heinrich dem Seefahrer beauftragt, segelte Diogo de Silves 1427 auf die Azoren und nahm sie für Portugal in Besitz, 1431−1432 und 1452 folgen Gonçalo Velho Cabral und Diogo de Teive.
Monteiro Velho Arroda, Manuel = Kap Nun, Cape Nun, Cap Noun, Cape Chaunar, Cap Uarsig, an der afrikanischen Atlantikküste zwischen Tarfaya and Sidi Ifni im Süden des heutigen Marokko. Luftlinienentfernung von Lagos (Algarve, Portugal) zum Kap Nun rund 700 Kilometer in südlicher Richtung.
1422 sollen portugiesische Seefahrer erstmals das Kap Nun (portugiesisch Cabo de Não) an der marokkanischen Atlantikküste südlich von Agadir in südlicher Richtung umschifft haben und zurückgekehrt sein, dabei sind die Mündungen des Oued Noun und des Oued Gueder zu passieren. Die Schiffe der Muslime in der Zeit davor “… were going to the very top of Wadi Sus, now Agadir, and trading regularly. But they had no reason to go further, because the Sahara caravan roads provided the necessary connections. The shores south of Wadi Draa were considered very dangerous. The expeditions to the south of Nul-Lamta, Azuqqi, in the eastern part of Cape Juby, were also dangerous and unprofitable„ (Nicolle, David: The Portuguese in the Age of Discovery c.1340-1665. 48 S. Oxford 2012: Osprey)
=Kap/Cape Bojador, arab. رأس بوجادور, Rās Būjādūr an der afrikanischen Atlantikküste im Raum der heutigen West-Sahara (vormals Spanisch-Sahara). Segelentfernung (Luftlinie) vom Kap Nun rund 500 Kilometer mit dem Kanarenstrom in südwestlicher Richtung. Hier wird auch der nördliche Wendekreis „Wendekreis des Krebses“ passiert, an dem die Somme am 21. Juni im Zenit steht.
Gil Eanes segelte darüber hinaus. Danach wurde die neuartige Karavelle entwickelt, mit der sich besser gegen südliche Winde kreuzen ließ.Afonso Gonçalves Baldaia den Rio do Ouro (heute: West-Sahara, port. Sara Ocidental).Nouadhibou, رأس نواذيبو, Halbinsel an der afrikanischen Atlantikküste, etwa 200 Kilometer südlich von Kap Bojador, zwischen Mauritanien und der West-Sahara. Direkte Segelentfernung vom Kap Bojador rund 400 Kilometer mit dem Kanarenstrom in südwestlicher Richtung.
Direkte Segelentfernung vom Cabo Blanco rund 100 Kilometer in südöstlicher Richtung.
Das Kap Verde, Cap-Vert, Kap Weert ist eine Halbinsel an der afrikanischen Atlantikküste, auf der die Hauptstadt Dakar des Senegal liegt. Direkte Segelentfernung vom Cabo Blanco beträgt rund 800 Kilometer in meist südlicher Richtung.
Dinis Dias das Cabo Verde (Senegal). 570 Kilometer östlich des namengebenden Kaps liegen die Kapverden.
Nuno Tristão und andere portugiesische Seefahrer über einige Jahre beteiligt. António Fernandes umsegelt. Direkte Segelentfernung vom Cap Vert zum Gambiafluss beträgt rund 170 Kilometer in südöstlicher Richtung bei sich abschwächendem Kanarenstrom .
Alvise Cadamosto (Venedig, 1432–1483) von Lissabon über Madeira und die Kanarischen Inseln bis zum Gambia-Fluss südlich des Cabo Verde. Er und Antoniotto Usodimare (Genua) fuhren den Gambia-Fluss hinauf und zurück an der Küste weiter südlich an Cap Roxo vorbei bis zum Gêba-Delta bei Cacheu (heute: Guinéa Bissau). Cadamosto landet auch auf Boa Vista (Kapverdische Inseln). Seinem Bericht fügte Cadamosto auch den Bericht von Pedro de Sintras um 1461, an, der die Gebiete der heutigen Staaten Sierra Leone und Liberia erreichte. Am Gambia-Fluss sah und beschrieb er das Sternbild Kreuz des Südens „carro dell'ostro“, das als Südzeiger bei der Navigation genutzt wird, wenn der Polarstern nicht mehr zu sehen ist. Cadamosto, AlviseMontalboddo Fracan (= Fracanzano) in Paesi Nouamente retrouati… → Reisesammlungen 1507Rackl, JosephBenjamin Scheller
1455
erließ Papst Nikolaus V. die Bulle Romanus Pontifex, welche die ältere Bulle Dum diversas ergänzte. Grob zusammengefasst übertrug der Papst damit dem portugiesischen König Alfons V. 'der Afrikaner' (1432–1481), dessen Nachfolgern sowie dem Infanten Heinrich 'dem Seefahrer', das alleinige Recht auf die bisher erworbenen Gebiete in Afrika sowie alle neu entdeckten Gebiete südlich von Kap Bojador. Verbunden damit war das Recht alle Heiden zu versklaven und sich deren Besitz anzueignen. Zeichen der Aneignung waren die Padrões ('Portugiesenkreuze').
Antonio da Noli (1415–1497) zusammen mit dem Portugiesen Diogo Gomes(1420–1502) alle Inseln des Archipels. Antonio da Noli gab dem Archipel den Namen und wurde dessen erster Gouverneur. Die 1462 gegründete Stadt Ribeira Grande (heute Cidade Velha) auf der Insel Santiago war die erste permanent bewohnte europäische Siedlung in den Tropen.Brasio, AntonioValentim Fernandes.Costa, Abel Fontoura daValentim Fernandes (1506-1508).Mota, Avelino Teixeira daSintra, Diogo Gomes de= Cape Sierra Leone, Cape Ledo (Liedo), Cape Tagrin, True Cape. Die direkte Segelentfernung von der Mündung des Gambia bei Banjul zum Cape Sierra Leone bei Freetown beträgt rund 700 Kilometer Süd-Südost, die Nordost-Passatwinde kommen vorwiegend aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen.
Pedro de Sintra (aus Lagos?, † um 1484 in Guinea?), möglicherweise Sohn de Gonçalo de Sintra († 1444 auf der Insel Naar, = Tider), Navigator unter Heinrich dem Seefahrers, der genannt) starb.
„The last-mentioned point is a low, narrow neck of land, running out into the sea, and is called Cape Sierra Leone ; in old charts it is often named Cape Ledo (Liedo) or Cape Tagrin. It is sometimes also called the True Cape, to distinguish it from a projecting high land, about five miles to the ward, called the False Cape, which is frequently
mistaken for the former. The breadth of the river, taken from Leopard's island, to the cape Sierra Leone, is about fifteen miles; from this it gradually decreases until it reaches St. George's Bay, about six miles above the cape, where it does not exceed six or seven miles.“
S. 14–15 in: Thomas Winterbottom
Account of the native Africans in the neighbourhood of Sierra Leone
to which is added an account of the present state of medicine among them by Thomas Winterbottom Band 1 London 1803: Hatchard. Online
Pedro de Sintra bis Sierra Leone und Liberia.Kunstmann, FriedrichCabo Mesurado (bei Sintra), =Capo Cortese (bei Cadamosto), = Cape Montserrado bei der heutigen Hauptstadt Monrovia von Liberia an der Mündung des Saint Paul River, möglicherweise benannt im Unterschied zum höheren Cabo Monte bei Robertsport, Carbo de Monte (Sintra), = Cape Mount. Das heutige Liberia erstreckt sich zwischen Cape Mount im Nordwesten und Cape Palmas im Südosten.
Das Archipel mit rund 88 Inseln vor Guinea-Bissau ist aus dem Mündungsdelta der Flüsse Geba und Grande de Buba.
Cabo tres Puntas,= Cape Three Points (=heute zu Princes Town, Ghana)
Die kleine Halbinsel bildet den südlichsten Ort Ghanas und markiert die westliche Grenze des Golfs von Benin. 570 km entfernt liegt im Atlantik der Punkt (keine wirkliche Insel) Null Island mit den Koordinaten 0° N und 0° E.
Die Segelentfernung (Luftlinie) von der Mündung des Gambiaflusses bei Banjul zum Cabo tres Puntas (Ghana) beträgt knapp 2.000 Kilometer in südöstlicher, zuletzt östlicher Richtung. Bis Guinea-Bissau unterstützt der Kanarenstrom die Fahrt in südlicher Richtung, dann überwiegt der Guinea-Strom in Richtung Ost-Südost. Der vorherrschende Wind Nordost-Passat (Harmattan) bläst vorwiegend aus Südwest bis West.
João de Santarém und Pedro Escobar 1471 dieses Kap passierten, als sie auf dem Weg zur Küste von Mina (Golf von Guinea) und zum Nigerdelta waren, und dabei auch den Äquator überquerten. Fernão Gomes nach Ghana.João de Santarém mit seinem Navigator (»Pilot«) Pêro Escovar im Auftrag des Kaufmanns Fernão Gomes am 21. Dezember 1471 São Tomé, am 01. Januar 1472 die Insel Annobón (Ano Bom) und am 17. Januar 1472 Santo António (Antão, ab 1502 Príncipe).Álvaro de Caminha eine Siedlung, in die der portugiesische König nach 1496 2000 jüdische Kinder sowie Strafgefangene deportieren ließ. Hauptsächlich wurde die Insel als Umschlagplatz für den Sklavenhandel genutzt.Fernão do Pó die nach ihm benannten Inseln, heute Bioko vor Kamerun.Lopo Gonçalves das Cabo Lopez an der Mündung des Rio Ogoué. Er überquerte als einer der ersten Europäer den Äquator.Eustache Delafosse segelte nach GuineaDiogo Cão die Mündung des Kongo und erkundet diesen bis 1485 sowie die südliche Küste (heute: Angola) bis Namibia.=Cape Fria, heute im Skeleton Coast National Park von Namibia, etwa 200 Kilometer südlich der angloanischen Grenze.
Diogo Cão. Bartolomeo Dias erreicht mit seinem Piloten Pêro de Alenquer das Kap der Stürme (später: Kap der Guten Hoffung, port. Cabo da Boa Esperança) und erreicht am Cap Agulhas den südlichsten Punkt Afrikas, an dem Indischer Ozean und Atlantik aufeinander treffen.João Bemoim im SenegalMota, A. T.Vasco da Gama (ca 1469–1524) mit seinem Piloten Alenquer den weiteren Verlauf der Küste bis Natal, Ilha de Moçambique und erreicht Mombasa (port. Mombaça) und Malindi (port. Melinde) an der Küste Kenias. Mit Hilfe eines arabischen Piloten finden sie den Seeweg bis Calicut (port. Calecute) an der Malabar-Küste in Indien. Dort landen sie am 28. Mai 1498.Fardilha, Luís Fernando de Sá, Maria de Lurdes Correia FernandesRavenstein, Ernst GeorgKrendl, PeterPinto, João Rocha, Costa, Leonor FreireGaspar CorrêaBernal Díaz del Castillo (ca 1485–1584)Diogo Dias erreichte am 10. August 1500 Madagaskar als erster Europäer. In einer arabischen Karte von Muhammad al-Idrisi von 1154 heißt die Insel Gesira Malai (Insel der Malayen), Dias nannte sie São Lorenço, auf späteren Karten wird sie France occidentale und Île Dauphine genannt, schließlich Madagaskar mit unklarer Herkunft. Der Baum der Reisenden stammt aus Madagaskar.Mitchell, PeterCrowley, B.E.David A. Burney et al.Randles, William Graham ListerKammerer, AlbertGrandidier, Alfred
Die Entdeckungsgeschichte der Maskarenen östlich von Madagaskar (die Inselgruppe um Reunion und Mauritius) ist nicht eindeutig dokumentiert. 1503/1507 segelte der Portugiese Diogo Fernandes Pereira (15./16. Jh.) in diesem Raum, ihm folgten Diogo Lopes de Sequeira (1465–1530) und Rodrigues 1509. Wer wann welche Insel gesichtet und betreten hat, ist spekulativ. Nach Dom Pedro Mascarenhas (1480–1555) sind die Inseln benannt. 5)
el-Idrisi 1153 identisch.Visdelou-Guimbeau, Georges deArlette Girault-FruetAbendanon, E. C.Bartolomé Leonardo de ArgensolaHamy, Ernest TheodoreReinel et la découverte des Moluques.Gaspar Corte-Real nach Terra Nova, Kanada.Pedro Àlvares Cabral landet mit der zweiten Indienflotte am 22.4.1500 in Porto Seguro, Brasilien, und segelt weiter nach Cochim und Cananor an der Malabarküste, Indien. Joao da Nova mit der dritten Indienflotte.Gonçalo Coelho den Rio Grande do Norte, Brasilien.Ruy Lourenço Ravasco Marques in Sansibar und verlangte vom Sultan Tributzahlungen für eine Friedensgarantie. Sansibar blieb 200 Jahre lang portugiesisch.Ingrams, W. HaroldFrancisco de Almeida residiert in Cochin.Pohle, JürgenImhoff, Christoph Freiherr vonLivermore, HaroldFernao Lopes erscheint erstmals 1510 in Indien, nach Gaspar Correa starb er 1546. Im April 1536 berichtet der Spanier Andres Urdaneta auf St Helena lediglich einen portugiesischen Einsdiedler angetroffen zu haben.Luís Filipe Ferreira Reis ThomazLázaro Luis: Karte von Westafrika, hervorgehoben ist das Fort El MinaJan Huygen van LinschotenCornelis de Houtman Richtung Bantam (heute die Hafenstadt Semarang auf Java), zielführend war der Gewürzhandel. Daraus entstand 1602 dann die Vereenigde Oostindische Compagnie VOC. Sie wurde zu einem der weltweit größten Handelsunternehmen des 17. und 18. Jahrhunderts.Schmitt, EberhardJeannin, PierreGuillaume LelièvreFrançois Pyrard und François Martin von einer privaten Expedition. 1604 gründete Heinrich IV. die erste französische Ostindien-Kompanie, dann fanden zwischen 1616 und 1622 drei weitere Expeditionen statt. Referiert werden außerdem britische (S.46–48, ab 1579) und niederländische (49–50, ab 1594) Reiseberichte, überwiegend auf dem Seeweg. Alle Versuche, in den Handel einzusteigen blieben erfolglos, bis Colbert 1664 die Compagnie française des Indes orientales gründete.Tiele, Pieter AntonSchilder, Günter, Kok, HansGeorg Christoph von NeitzschitzAugustin de Beaulieu (1589-1637)Lombard-Jourdan AnneLombard-Jourdan AnneFrançois Caron, 1600-1673 in Japan, Formosa, Madagaskar, IndienGabriel Andriamiarintsoa RantoandroFrançois Caron, 1600-1673Jan van Riebeeck die Station der VOC in Kapstadt.Philippus BaldaeusJean-Baptiste Colbert, Marquis de Seignelay (1619–1683) initieert die Gründung der Compagnie française pour le commerce des Indes orientales 'Französischen Ostindienkompanie' durch den französischen König Ludwig XIV.David T. Tappe 1649-1704Benjamin Olitsch -1682Elias HesseChristoph LanghanßMadrolle ClaudiusMarcara Avanchintz, =Avanchins, Avanchinz 1627/32–? aus New Julfa Rantoandro, Gabriel A.Günther HamannFerreira, Diogo, Paulo DiasAlexander von HumboldtMoriarty, Cpt. H.A.Tabuteau, Jacques